Seit Februar 2012 gibt es das Babyfenster am Klinikum Friedrichshafen. Mütter in Not haben so die Möglichkeit, ihr Kind anonym abzugeben.
Wie funktioniert das Babyfenster?
Der Säugling kann anonym durch eine Klappe in ein Bettchen gelegt werden. Das Öffnen erfolgt durch Aufziehen per Hand. Dann kann das Kind hineingehoben werden. Eine Meldung wird mit 15 Sekunden Verzögerung als „stummer Alarm“ automatisch in die Kinderklinik weitergeleitet. Nach eineinhalb Minuten ist eine Krankenschwester am Babybett und kann sich um das Kind kümmern. Nachdem die Klappe geschlossen ist, kann sie nicht erneut geöffnet werden.
Wo gibt es bereits Babyklappen?
Bundesweit gibt es bisher 99. In Baden-Württemberg gibt es Babyklappen in Karlsruhe, Stuttgart, Pforzheim, Mannheim, Lörrach, Villingen-Schwenningen und in Singen.
Was passiert mit einem Kind, das im Babyfenster abgegeben wird?
Nachdem es medizinisch versorgt wurde, wird das Jugendamt informiert. Dann kommt ein Findelkind in eine Pflegefamilie. Die leibliche Mutter hat noch acht Wochen Zeit sich bei den Behörden zu melden. Danach kann das Baby zur Adoption freigegeben werden.

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