Schwangere in Not
Leider kann nicht jede Frau ihr Kind in eine intakte Familie und ein gesichertes Umfeld gebären. Die Mitarbeiter des Krankenhauses und die Mitarbeiter der Schwangerenberatung der Caritas bieten für Frauen in Not ein umfangreiches Beratungs- und unter Umständen auch finanzielles Hilfsangebot.
Für Schwangere, die sich in einer scheinbar ausweglosen Situation befinden und sich nicht in der Lage sehen, das erwartete Kind anzunehmen, steht das Jugendamt für Fragen der Adoptionsvermittlung oder der zeitweisen Vermittlung von Pflegeeltern hilfreich zur Verfügung.
Leider kommt es immer wieder zur Aussetzung von Neugeborenen durch Mütter in Not, die bis zur Geburt keine der Beratungs- und Hilfsangebote wahrgenommen haben oder wahrnehmen konnten. Um diesen nicht angenommenen Kindern einen besseren und sicheren Start ins Leben zu ermöglichen, bietet das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara die Möglichkeit einer anonymen Geburt an. Die Schwangere kann sich zur Entbindung in unsere Klinik begeben und hier ihr Kind sicher gebären, ohne Angaben zu ihrer Person machen zu müssen.
Das Krankenhaus bietet schwangeren Frauen auch die Möglichkeit einer vertraulichen Geburt.
Vertrauliche Geburt bedeutet: Sie können Ihr Kind medizinisch sicher und vertraulich zur Welt bringen. Sie werden von einer Beraterin, die an die gesetzliche Schweigepflicht gebunden ist, beraten und begleitet: vor und auch nach der Geburt – wenn Sie es wünschen.
Sie geben Ihre Identität nur einmalig gegenüber der Beraterin preis, die Ihre persönlichen Daten aufnimmt und dafür sorgt, dass diese sicher hinterlegt werden. Mit 16 Jahren kann Ihr Kind Ihre Identität und damit seine Herkunft erfahren.
Nach dem Gesetz ist die vertrauliche Geburt eine Entbindung, bei der die Schwangere ihre Identität nicht offenlegt und stattdessen Angaben zur Erstellung eines Herkunftsnachweises (Vor- und Zuname, Geburtsdatum und Anschrift der Schwangeren) macht.

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