Am 1. April 2001 eröffnete das ehemalige St. Josef-Krankenhaus in Neunkirchen das erste Babyfenster im Saarland. Seitdem können Frauen in Not hier ihr Kind anonym abgeben.
Das Babyfenster ist Teil des Projektes „Moses“ zu dem auch ein umfassendes Beratungs- und Begleitungsangebot gehört. „Moses“ wurde gemeinsam vom damaligen St. Josef-Krankenhaus und dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Landkreis Neunkirchen auf den Weg gebracht.
ABGEBEN – statt AUSSETZEN
Eine ungewollte Schwangerschaft kann Mädchen, Frauen und ihre Familien
in eine Krise stürzen
Vielleicht reichen die Kraft, das Geld, die sozialen Umstände nicht aus, um für das zu erwartende Kind zu sorgen.
Vielleicht sind es aber auch Scham, Ängste, Bedrohungen, Schuldgefühle, die ein Leben mit dem Kind als völlig aussichtslos erscheinen lassen.
Vielleicht führen all diese Probleme zu Kurzschlusshandlungen oder lebensbedrohlichen Konsequenzen für das Kind.
Können oder wollen Mütter ihr Neugeborenes nicht annehmen, der schlimmste aller Fälle, haben sie die Möglichkeit ihr Kind in eine so genannte Babyklappe abzugeben. In diese Einrichtung können Säuglinge anonym Tag und Nacht abgegeben werden. Die Schaffung von Babyklappen durch Krankenhäuser und wohltätige kirchliche und private Organisationen nimmt zu, gegenwärtig gibt es solche Einrichtungen bereits in vielen Städten. Es gibt auch Krankenhäuser, die die so genannte „anonyme Geburt“ ermöglichen, für Mütter in aussichtslosen Notlagen, die ihr Kind ablehnen, eine häufig akzeptable Alternative.

Comments 0