Wir fragen nicht – wir helfen!
…damit es leben darf!
Trotz vorhandener Hilfen werden in Deutschland noch immer Babys ausgesetzt. Viele dieser Babys überleben nicht!
Schwangere Frauen finden in Stuttgart viele Hilfsangebote: Kompetente Beratung, Betreuung und finanzielle Hilfen. Es gibt allerdings auch Schwangere, die diese Hilfsangebote nicht annehmen können, da sie sich in extrem schwierigen und ausweglos erscheinenden Situationen befinden.

Die Folge:
Sie entbinden ihr Kind heimlich – ohne medizinische Versorgung. In ihrer Verzweiflung sehen sie oftmals keine andere Möglichkeit, als ihr Kind auszusetzen oder gar zu töten.
Babyklappe Stuttgart – Lebensschutz für Neugeborene:
Für Frauen, die sich in einer solchen Notlage befinden, bietet die Babyklappe Stuttgart Hilfe! Sie haben die Möglichkeit, ihr Neugeborenes in fürsorgliche Hände zu geben.
Straffrei und Garantiert Anonym.
Am Weraheim befindet sich eine Klappe, durch die der Säugling in ein Wärmebett gelegt werden kann. Die Mutter kann ihrem Kind einen Brief mitgeben, der ihm später zuverlässig ausgehändigt wird.
Wie geht es weiter?
Das abgegebene Baby wird zur medizinischen Versorgung ins Olgahospital gebracht und dann von einer Pflegefamilie betreut. Die Mutter kann sich anonym von qualifizierten Mitarbeiterinnen des Weraheims über weitere Hilfsangebote informieren lassen. Meldet Sie sich innerhalb von 8 Wochen nicht, wird das Baby in eine Adoptionsfamilie vermittelt.

Macht eine Mutter von der Abgabe ihres Neugeborenen durch die Babyklappe im Weraheim Gebrauch, wird über ein Warnsystem eine Mitarbeiterin im Hause informiert. Sie nimmt das Kind in ihre Obhut und verständigt das Olgahospital, wohin es zur medizinischen Überprüfung gebracht wird. Anschließend wird das Jugendamt informiert. Dieses leiten alle notwendigen Schritte ein, wie Bestellung eines Vormundes und Vermittlung in eine Pflegefamilie. Durch ein Informationsblatt, welches in mehreren Sprachen in der Babyklappe ausliegt, wird die Mutter auf reguläres Hilfeangebot aufmerksam gemacht und über das weitere Vorgehen informiert. Die Mutter hat acht Wochen lang die Möglichkeit, ihre Situation zu überdenken. Sie kann die Beratung der Mitarbeiterinnen des Weraheims oder der Erziehungsberatungsstellen in Anspruch nehmen. Hier kann überlegt werden, welche psychosozialen und finanziellen Hilfen es für die Mutter geben kann und ob ein gemeinsames Leben mit dem Baby möglich ist. Dabei wird der Versuch unternommen, sie an eine legale und im Einzelfall auch praktikable Lösung heranzuführen. Meldet sich die Mutter in diesem Zeitraum nicht, wird das Kind zur Adoption freigegeben. Insgesamt wurden zwischen 2002 und 2008 12 Babies – also ungefähr zwei im Jahr – an der Babyklappe des Weraheims abgegeben. Rund die Hälfte der Mütter nahm später Kontakt zum Weraheim auf.

Die Babyklappe versteht sich als Hilfeangebot für Frauen in extremen Notsituationen. Durch die Babyklappe wird das Leben des Findlings geschützt, wird verzweifelten Mütter die Möglichkeit gegeben, ihr Kind anonym abzugeben, ohne sich strafbar zu machen.

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