„Babyklappe“, was ist das eigentlich?
Können oder wollen Mütter ihr Neugeborenes nicht annehmen, der schlimmste aller Fälle, haben sie die Möglichkeit ihr Kind in eine so genannte Babyklappe abzugeben. In diese Einrichtung können Säuglinge anonym Tag und Nacht abgegeben werden. Die Schaffung von Babyklappen durch Krankenhäuser und wohltätige kirchliche und private Organisationen nimmt zu, gegenwärtig gibt es solche Einrichtungen bereits in vielen Städten. Es gibt auch Krankenhäuser, die die so genannte „anonyme Geburt“ ermöglichen, für Mütter in aussichtslosen Notlagen, die ihr Kind ablehnen, eine häufig akzeptable Alternative.
In Deutschland und Österreich sind bereits einige Babyklappen eingerichtet. In der Schweiz ist dieses Thema noch sehr umstritten. Babyklappen sind eine Lösung für Mütter die keinen Ausweg sehen. Diese „Klappen“ sind Fenster, durch die man das Baby in eine kleine, Kameraüberwachte, warme Kabine legt. (Die Kamera filmt nur das Baby, von der Mutter sind lediglich die Hände zusehen.) An den Klappen sind meist ein Stempelkissen und einige Karten ausgelegt, sodass die Mutter die Möglichkeit hat, einen Fußabdruck von ihrem Baby mitzunehmen. Wenn das Baby abgelegt und die Klappe wieder geschlossen ist, leutet ein für die Krankenschwester oder den Pfleger ein Signal, damit sie das Baby von Innen aus der Kabine nehmen und versorgen können. Ist das Baby körperlich gesund, kommt es für vorerst acht Wochen in eine Pflegefamilie. So lange hat die Mutter Zeit ihr Kind zurück zu holen. Nach diesen acht Wochen wird es zur Adoption frei gegeben.

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